Die esten nicht „rein freundschaftlichen“ Worte

Heute vor acht Tagen bin ich zurückgereist aus Barcelona. Seitdem haben wir zwar täglich geschrieben, aber nur auf freundschaftlicher Ebene. Mal ein Kuss-Emoti abends war schon das höchste der Gefühle. Das finde ich auch gut so gerade.

Heute Morgen bin ich nervös geworden, weil ich weder gestern Abend noch heute Morgen was von ihm gehört habe. Da war Schluss mit Ruhe und Gefühlen mehr oder weniger unter Kontrolle, da habe ich mir plötzlich ganz irrationale Sorgen gemacht. Ich habe ihm erneut geschrieben und dann kam endlich Antwort. Wir haben in seiner Mittagspause mehr gechattet und ganz nebenbei im lockeren Chat habe ich herausgefunden, warum er sich während unserer Woche zusammen für meine Verhältnisse so distanziert verhalten hat. Er sagte, er wirke vielleicht wie jemand, der sehr verschmust und nähebedürftig ist, aber das wäre er noch nie gewesen. Schon nach kurzer Zeit braucht er wieder seinen Abstand, wie eine Katze, die sich 10 Minuten streicheln lässt und dann ihrer Wege geht. Na, das hätte ich vorher wissen müssen habe ich ihm gesagt. Immerhin hat er dann eingeräumt, dass es ihm aber in meinem Fall gefallen hätte, dass ich die Nähe gesucht habe. Wirklich gut zu wissen, all mein Gefühlschaos völlig unberechtigt eigentlich.

Ich habe ihm gesagt, dass ich den engen Kontakt zu ihm vermissen werde, wenn wir am Dienstag nach Kalifornien reisen. Daraufhin meinte er, er vermisse mich seit er mich letzte Woche zum Flughafen gebracht habe. Das überraschte mich doch ziemlich, ich dachte er sei erstmal froh gewesen, seine Ruhe zu haben.

Was mein Herz höher schlagen lassen hat waren seine Worte, nachdem ich ihn heute mit Fragen über das Verhältnis zu seiner Mutter durchlöchert habe (seit Freitag hat er den Kontakt zu ihr komplett abgebrochen und wird ihn auch erstmal nicht mehr aufnehmen). Er schrieb: „Ich erzähle dir mein ganzes Leben, kläre alle deine Fragen, ohne Zensur. Kein Geheimnis vor dir.“ Und ich fühle mich mal wieder unglaublich geehrt so ein großes Vertrauen verdient zu haben. Vor allem glaube ich auch, dass es wirklich so ist, denn er hat mir schon viele sehr krasse Dinge erzählt, die wirklich nicht gerade für die Ohren einer Frau bestimmt sind, der man gefallen möchte. Unsere Basis ist aber auch genau das: eine sehr intensive langjährige Freundschaft, offene Ohren und viel Verständnis füreinander.

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